DAS ANNA.K LENORMAND DECK



Inhaltsverzeichnis

1. aufbau/inhalt des decks
1.1 >> das klassische lenormand deck
1.2 >> eigenheiten des anna.k lenormands

2. die bedeutungen der karten
1.1 >> ... für traditionalistInnen
1.2 >> ... für individualistInnen



1. AUFBAU/INHALT DES DECKS

1.a) Das klassische Lenormand Deck

36 Karten: Ein klassisches Lenormand Deck besteht aus 36 Karten. Diese 36 Karten sind alle auch im Anna.K Lenormand enthalten. Sie sind, in der Reihenfolge ihrer Nummerierung:
Reiter, Klee, Schiff, Haus, Baum, Wolken, Schlange, Sarg, Blumenstrauß, Sense, Rute (oder "Peitsche"), Vögel (auch "Pirole" oder "Eulen"), Kind, Fuchs, Bär, Sterne, Storch, Hund, Turm, Park, Berg, Weg (oder "Wege"), Mäuse, Herz, Ring, Buch, Brief, Herr, Dame, Lilie, Sonne, Mond, Schlüssel, Fische, Anker, Kreuz.
Zusätzlich zu ihrem Titel hat jede Karte auch eine Nummer und eine Spielkartenkorrelation. In manchen Decks werden die Spielkartenkorrelationen sehr deutlich dargestellt, in der Form von Spielkartenminiaturen als Teil der Illustrationen. In anderen Decks finden sich die Spielkartenkorrelationen nur als kleines Symbol - so wie in meinem Deck zum Beispiel:




Die Nummerierung der Karten: Soweit ich sehen kann stehen weder die individuellen Nummern noch die Reihenfolge der Nummern in irgendeinem inhaltlichen Zusammenhang zu den Bedeutungen der Karten. In diesem Sinn ist die Nummerierung der Karten also nicht relevant. Manche KartenlegerInnen benutzen allerdings die Nummern der Karten für die Bestimmung von Zeitpunkten bzw. -skalen*) und/oder für Mengenbestimmungen. Wenn Sie sich auch vorstellen können, das zu tun, versuchen Sie sich die Nummern der Karten von Beginn an zusammen mit ihren Namen einzuprägen. Das wird Ihnen später viel Zeit ersparen. Die Reihenfolge der Karten auswendig zu wissen wird Ihnen außerdem sehr nützlich sein, wenn Sie später eines der beliebtesten Legesysteme, die Große Tafel, zu lesen lernen.

Die Spielkartenkorrelationen können Sie als AnfängerIn zunächst einfach ignorieren. Welche Karte zu welcher Farbe gehört, und welchen Rang sie innerhalb dieser Farbe hat, ist an diesem Punkt nicht relevant. Je nach Ihren persönlichen Präferenzen kann es sein, dass Sie auch später die Spielkartenkorrelationen nicht in Ihre Legungen mit einbeziehen wollen. Es ist einfach nur wichtig, von Anfang an zu wissen, dass es bestimmte Traditionen gibt, nach denen man später die Spielkartenkorrelationen für zusätzliche Interpretationen bzw. Techniken nutzen kann, wenn man es denn will. Nur ein Beispiel: Man kann die zwölf Hofkarten als Personen mit bestimmten Eigenschaften lesen.

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1.b) Das Anna.K Lenormand Deck

Wenn Sie es noch nicht getan haben, nehmen Sie jetzt Ihr Anna.K Lenormand Deck heraus und legen Sie alle Karten ihren Nummern nach aus. Sie werden feststellen, dass mein Deck 4 Zusatzkarten enthält. Denn es hat nicht nur eine Lilienkarten, sondern zwei (beide tragen die Nummer 30); und es gibt ein zweites Paar von Herr und Dame (mit den Nummern 28 und 29, genau wie das erste). Die vierte Zusatzkarte ist meine Wildcard, die weder Titel noch Nummer hat.

Die zwei Lilien: Der Grund, aus dem mein Deck zwei Lilienkarten enthält, ist, dass es zwei verschiedene Denkrichtungen in Bezug auf die Bedeutung der Lilie gibt. Der einen gemäß steht die Lilie für Sexualität, für Sinnlichkeit. Nach der anderen dreht sich die Lilie um Reinheit und Tugend. Zwar denke ich nicht, dass Sinnlichkeit und Tugend einander ausschließen. Aber sie sind für mich zwei voneinander völlig unabhängige Thematiken. Deshalb fand ich es unmöglich, ein Bild zu zeichnen, das beide gleichermaßen ausdrucksstark vermittelt - und ich entschied mich für zwei Lilienkarten: eine sinnliche Lilie, und eine tugendhafte. Ich hoffe, es ist offensichtlich für Sie, welche welche ist.
Was den Umgang mit der doppelten Lilie betrifft: Sie können eine der beiden Lilien aus Ihrem Deck herausnehmen (und die verbleibende Lilie entweder als Tugend oder Sinnlichkeit oder als beides interpretieren). Sie können aber auch beide Lilien im Deck belassen - was ich selbst vorziehe - und also mit 37 anstatt mit nur 36 Lenormandkarten arbeiten.

Die doppelten Herren und Damen: Ein Grund, ein zweites Paar zu meinem Deck hinzuzufügen war, dass ich gleichgeschlechtliche Pärchen ermöglichen wollte. Wenn Sie zum Beispiel eine Beziehungslegung für zwei Freundinnen oder für ein lesbisches Paar machen, können Sie das mit den beiden Damen tun, anstatt eine der beiden Frauen von der Herrkarte vertreten zu lassen. Der zweite Grund für das Dazufügen eines zweiten Paares war, dass manche Kartenlegerinnen es gewöhnt sind (bzw. es vorziehen) wenn Herr und Dame in die selbst Richtung blicken. Eine weitere Motivation war schließlich der Gedanke, dass die Verwendung von zusätzlichen, ausdrücklich als solche bestimmten, Personenkarten es unnötig machen würden, andere Karten als Repräsentanten von zusätzlichen Personen zu verwenden (und ihre eigentlichen Bedeutungen für die Dauer der jeweiligen Legung damit zu verlieren).
Was den Umgang mit den doppelten Herren/Damen betrifft: Ganz von Ihren persönlichen Präferenzen und den Anforderungen der jeweiligen Legung entsprechend, können Sie jeden Herrn, jede Dame, in ihre Legungen mit einbeziehen, oder sie herausnehmen, und so miteinander verpartnern, wie Sie es wünschen.

Die Wildcard: Konventionelle Lenormand-Decks enthalten keine Wildcard. Wenn Sie wollen, können Sie meine einfach aus Ihrem Deck entfernen. Falls Sie sie aber benützen wollen, können Sie das auf jede Weise tun, die Ihnen nützlich und sinnvoll erscheint. Denn meine Wildcard spielt die Rolle eines Jokers. Sie kann jede Person und jede Thematik repräsentieren, die Sie wollen. Und sie kann, ganz spezifisch, für eine Person oder ein Thema stehen, dass Ihr Anliegen auf eine Weise beeinflusst, die nicht vorhergesagt werden kann. In diesem Sinne repräsentiert die Wildcard den unbekannten Faktor. Für detaillierte Vorschläge lesen Sie bitte meine Interpretation der Karte, >> hier!

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2. MEINE KARTENDEUTUNGEN


2.a) ... für TraditionalistInnen

Wie in >> meine Philosophie bereits erwähnt, sind viele Lenormandkartenlegerinnen auch Traditionalistinnen. Für sie gibt es eine richtige und viele falsche Arten, Lenormandkarten zu legen. Wenn Sie selbst TraditionalistIn sind (oder sein wollen), ist es wahrscheinlich besser, meine Kartendeutungen und Legeanleitungen beiseitezulegen. Denn beide unterscheiden sich - nicht immer, aber doch häufig - von traditionellen Herangehensweisen. Meine Karten selbst können Sie natürlich trotzdem benützen; ihre Titel und Nummerierung entsprechen der traditionellen.

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2.b) ... für IndividualistInnen

Ich schreibe mehr über die individualistische Herangehensweise im Kapitel über >> meine Philosophie. Aber kurz gesagt: Individualistische KartenlegerInnen glauben, dass jede Herangehensweise, die für ein bestimmtes Individuum funktioniert, die produktive Ergebnisse liefert, für dieses Individuum auch eine richtige Herangehensweise ist. Wenn Sie selbst IndividualistIn sind (oder sein wollen), könnten meine Deutungen und Anleitungen sich als sehr wertvoll herausstellen. Als AnfängerIn können Sie sie für Ihre ersten Schritte mit Lenormand verwenden. Später, wenn Sie Erfahrung gesammelt haben, werden Sie ganz von selbst diejenigen Teile meiner Sichtweise ablegen, die für Sie nicht völlig stimmig sind, und Ihre ganz persönliche Herangehensweise ausbilden. Als bereits erfahrene Lenormand-Individualistin werden Ihnen meine Text hoffentlich neue Inspirationen und Ideen schenken.

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